2013

Biographie und Exil: Gregor Sebba

Projekt zur Biographie, zum politischen Denken und zur politischen Praxis des Wiener Sozialwissenschafters Gregor Sebba in Großbritannien und den USA

Kooperation mit dem Voegelin-Zentrum für Politik, Kultur und Religion am Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft der Ludwig-Maximillians-Universität München

Gregor Sebba (*1905 in Libau/Lettland - + 1985 in Atlanta)
1927 Promotion an der rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck, 1929 Promotion zum Dr. jur.; 1930-1933 Forschungsassistent am Institut für Statistik der Minderheitsvölker der Universität Wien; 1931-1934 Generalsekretär der Österreichischen Politischen Gesellschaft; 1930-1935 Vorsitzender der Hochschulsektion der Österreichischen Völkerbundliga; 1934-1938 Werbefachmann der Julius Meinl AG; 1941-1943 Gründer und Generalsekretär der Austrian Action, der größten österreichischen Exil-Organisation in den USA; 1943-1944 Office of Strategic Services (OSS); 1947-1959 Professor für Ökonomie und Statistik an der University of Georgia in Athens; 1959-1973 Direktor des Graduate Institute of the Liberal Arts an der Emory University in Atlanta; 1964-1965 Fulbright Professor für Politische Philosophie am Institut für Politikwissenschaft der LMU München; 1973-1974 Professor of Humanities an der University of Florida

"Sebba was a prize specimen of the cultural phenomen that radically changed the course of intellectual life in America: the émigré scholar at large." (Richard Macksey)

Publikationen:

Peter Pirker: "Musst immer tun wie neugeboren". Zum politischen Denken und zur antinazistischen Praxis des Wiener Sozialwissenschafters Gregor Sebba, Voegeliniana, Occasional Papers No. 91B, März 2013, 64 Seiten, ISSN 1430-6786

Peter J. Opitz/Peter Pirker (Hg.): Gregor Sebba: Political Ideas and Movements in Post-War Austria; Erich Voegelin: The Change in the Ideas on Government and Constitution in Austria since 1918, mit einem Vorwort von Peter J. Opitz, Occasional Papers No. 91A, März 2013, 47 Seiten, ISSN 1430-6786

Beides bestellbar beim Voegelin-Zentrum für Kultur, Politik und Relgion




2012 / 2013

Democratic Resistance. G. E. R. Gedye – Ein britischer Journalist als transnationaler politischer Akteur in Zentraleuropa zwischen Erstem Weltkrieg und Kaltem Krieg

Themen:
- Antisemitismus in Zentraleuropa
- Österreich-Bilder für den Westen
- Transformationen von Antifaschismus und Antinazismus
- Rezeption des Nationalsozialismus und der Shoah
- Transnationale politische Netzwerke zwischen Untergrund, Exil und Kaltem Krieg

Gefördert vom Zukunftsfonds der Republik Österreich

Forschungsaufenthalte

Postdoctoral Fellowship
German Historical Institute Washington D.C.
Februar 2012

Martin Miller and Hannah Norbert-Miller Visiting Fellowship
Institute of Germanic&Romance Studies, School of Adv. Studies, Univ. of London
April/Mai/Juni 2012

Visiting Scholar am Europe Center, Freeman Spogli Institute for International Relations, Stanford University
Oktober-Dezember 2013

Publikationen:

„Paradoxia“: Wie G. E. R. Gedye Österreich den Anglo-Amerikanern erklärte, in: Joshua Parker/Ralph J. Poole (Hg.): Austria and America. Cross-Cultural Encounters 1865–1933 (= American Studies in Austria, Bd. 14), Berlin 2014, 133–170 | PDF

Zwischen Istanbul und Nairobi: Chancen und Grenzen des Exil-Widerstandes, in: Margit Franz/Heimo Halbrainer (Hg.): Going East - Going South. Österreichisches Exil in Asien und Afrika, Graz 2014, 521-542 | PDF

Die Remigration sozialistischer Exilanten nach Österreich: Exilpolitik - Netzwerke - Nachkriegsintegration, in: Yearbook of the Research Center for German and Austrian Exile Studies , Vol. 15, 2014, S. 119-156 I PDF





2012 / 2013

Waisen nach NS-Opfern und Opferfürsorge

Forschungsprojekt zur Evaluierung des Opferfürsorgegesetzes mit einem Schwerpunkt auf Betroffenenbiographien

Projekt für das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz

PDF | "Das kann man nicht vergessen" - Kinder des Widerstandes, profil, 29. März 2013

Forschungsberichte:

Waisen nach Holocaust-Opfern und politisch Verfolgten in der Opferfürsorge. Rechtliche Rahmenbedingungen, Anspruchsprobleme, quantitative Schätzungen, April 2013, 85 Seiten

Waisen nach NS-Opfern und deren Behandlung in der Opferfürsorge. Fallstudien zu Problemen der Hinterbliebenenregelung, Jänner 2012, 101 Seiten






2011 / 2012

Konzeption und Umsetzung einer Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus im Oberen Drautal

Gemeinsames Projekt mit dem Bildhauer Hans Peter Profunser im Anschluss an das Projekt "Aus dem Gedächtnis in die Erinnerung" (2005-2010)

Projektträger: kuland - Verein für Kultur & Informationsvielfalt

Herausgabe des Bandes "Aus dem Gedächtnis in die Erinnerung" (mit Anita Profunser). Beiträge von Werner Kofler (†), Lydia Mischkulnig, Alois Hotschnig, Silke Hassler, Antonio Fian, Ludwig Laher, Helga Glantschnig, Janko Messner (†}, Egyd Gstättner, Margit Reiter, Peter Gstettner, Walter Manoschek u.a.m siehe Ankündigung Drava Verlag

Über die Gedenkstätte:
Auflösung unheimlicher Harmonie, oder: Esperanza, Schiff der Alpen, Gedenkdienst Nr. 1, 2013

Eröffnung der Gedenkstätte und Präsentation des Begleitbuches "Aus dem Gedächtnis in die Erinnerung" am 27./28./29. Oktober 2012

PDF | Medienspiegel Eröffnung Oktober 2012

Bericht und Fotos zur Eröffnung

PDF | Einladung zur Eröffnung der Gedenkstätte und Buchpräsentationen

Materialien zur Vorstellung der Gedenkstätte Mai/Juni 2011

PDF | Aus dem Gedächtnis in die Erinnerung / Gedenkstätte
PDF | Kleine Zeitung 24.05.2011
PDF | Kärntner Tageszeitung 24.05.2011
PDF | ORF 24.05.2011
PDF | Kleine Zeitung 05.06.2011


ProjektpartnerInnen:
> nsopfer.kuland.org
> Hans-Peter Profunser
> zwoPK
> Drava Verlag
> Michaela Luxenberger

Finanzierung: 
Nationalfonds und Zukunftsfonds der Republik Österreich, bm:ukk, Land Kärnten, Gesellschaft DrauGesund, Verein kuland, Mauthausen Komitee Österreich, Bausteinaktion (Spenden)




2011

Forschungs- und Publikationsprojekt zur Geschichte des Milizverbandes Österreich

Schwerpunkte:
- Milizsystem und Bundesheer
- Sicherheits- und wehrpolitische Konzepte im europäischen und globalen Umbruch
- SoldatInnenbild
- Interesssensvertretung
- Gesellschaftspolitische Bedeutung
- Demokratiepolitische Bedeutung

Auftraggeber: Milizverband Österreich

Publikation:
30 Jahre Milizverband. Beiträge zu einem Kulturwandel in der Landesverteidigung





2010

Herausgabe Sammelband Wehrmachtsjustiz
(gemeinsam mit Florian Wenninger)

Publikation der Beiträge der Internationalen Konferenz Wehrmachtsjustiz. Kontext - Praxis - Nachwirkungen, Justizpalast Wien, 1. – 2. Dezember 2009.

Veranstalter: Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien in Kooperation mit dem Verein Gedenkdienst und dem Personenkomitee Gerechtigkeit für die Opfer der
NS-Militärjustiz.

Wehrmachtsjustiz

PDF | Programm Konferenz





2010

Drei Fallstudien zu Desertion, NS-Militärjustiz und Erinnerungskultur in Österreich
(für den Verein Personenkomitee Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz)

- Die Osttiroler Deserteure Franz Stolzlechner, Alois und David Holzer
- Die Entziehungsversuche der Kärntner Slowenen Anton Kutej, Stefan und Janko Messner
- Das Deserteurslager im Tiroler Vomperloch

Publiziert im Ausstellungs-Begleitband „Da machen wir nicht mehr mit...“ Österreichische Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht
   
Da machen wir nicht mehr mit




09 / 2007 - 06 / 2010

„NS-Gewalt im KZ-Außenlager Loibl / Ljubelj unter besonderer Berücksichtigung der Biografie des SS-Lagerarztes Sigbert Ramsauer"
(gemeinsam mit Lisa Rettl)

Forschungsprojekt für das Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška, gefördert von Zukunftsfonds und Nationalfonds der Republik Österreich sowie dem Bundesministerium für Inneres

Ich war mit Freuden dabei




2010

Bearbeitung des Bereiches „Oberes Drautal – Osttirol“ für das Buch der Namen

Erstellen von 40 Kurzbiographien von WiderstandskämpferInnen und Opfern nationalsozialistischer Verfolgung.

Buch der Namen