16. November 2011 | Buchpräsentation

Rudolf Kauders: Donauwalzer am Irawadi


ESRA, Tempelgasse 5, 1020 Wien

19.30 Uhr

Präsentation des Buches
Rudolf Kauder: Donauwalzer am Irawadi. Exil in England, Kampf in Burma, Rückkehr nach Wien

Programm:

Begrüßung durch Peter Schwarz, ESRA, Michael Baiculescu, Mandelbaum Verlag
Lilian Kauders zur Entstehung des Buches
Peter Pirker zu Österreichern in der britischen Armee 1939-1948
Hermann Schmid liest aus Donauwalzer am Irawadi


Es ist eine entbehrungsreiche, aber glückliche Kindheit, die Rudolf Kauders als ältester Sohn einer Arbeiterfamilie im Wien der 1920er und 1930er Jahre verbringt. Doch 1938 wird der jüdische Vater fristlos entlassen, die Familie aus der Gemeindewohnung vertrieben. Dem engagierten achtzehnjährigen Studenten der Technischen Chemie wird rasch bewusst, dass er nicht in Österreich bleiben kann. Er will gegen Hitlerdeutschland kämpfen und flieht deshalb im Mai 1939 nach Großbritannien. 1943, nach schweren Jahren als Landarbeiter im Norden Englands und Internierung auf der Isle of Man, meldet er sich zur Britischen Armee. Zu seiner Enttäuschung wird er jedoch im Kampf gegen die Japaner in der „Hölle von Burma“ eingesetzt, die er nur knapp überlebt. Erst 1946 kann er nach Österreich zurückkehren, wo er eine erfolgreiche Laufbahn als Chemiker beginnt.


Der heute 91-jährige Rudolf Kauders blickt in diesem Buch erzählend auf die Stationen seines Lebens zurück: die Kindheit in Wien, die Exilzeit in England, der Burmafeldzug und die ersten Jahre im Nachkriegs-Wien. Durch die Leichtigkeit seiner Sprache, die humorvolle Schilderung und die zahlreichen Original-Zeichnungen wird dieses Buch zu einem wertvollen und raren Dokument des Alltagslebens im Exil und in der Britischen Armee.


 
Überblick